Verehrte Leserschaft, Zunächst, am Anfang dieses WebLogs ein Stück Erklärung und Geschichte, wie es dazu kam. Als ich über www.xED.de anno 1999 die erste Web-Plattform über den Lkr. ED startete, hatte sich der Begriff des "bloggens" für diese Art des Meinungsaustausches noch nicht durchgesetzt. Das Bürgernetz Weihenstephan war eben dabei, den westlichen Landkreis-Teil ins Internet zu holen, der östliche Teil des Lkr. ED startete danach vom Bürgernetz Inn-Isen-Vils aus. Damals hiess das Austausch-Forum für xED "S6-Gästebuch", weil sich der Schwerpunkt bald in Richtung Erdinger Literatentreff und der befreundeten Künstler-Plattform Heimstetten am selben Bahngleis entlang entwickelte. Inzwischen haben sich aus xED heraus weitere Aktivitäten entwickelt. So war xED die regionale Basis, aus der sich die lokale Pendler-Mitfahrzentrale MiFaZ entwickelt hat, die inzwischen in 565 Städten und Gemeinden eingesetzt wird, u.a. der Landeshauptstadt München. Immerhin wurden aus dem xED-Projekt heraus bereits ca. 1.000 t CO2 eingespart, ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen von immerhin ca. 1,4 Mio €. Als gesellschaftspoltisch Engagierter möchte ich nun endlich auch die neuen Möglichkeiten eines Weblog nutzen, wo es z.B. darum geht, Motive und Meinungen zu gesellschaftspolitischen Themen darzustellen - um hier auch die Möglichkeit des Austausches anzubieten. In diesem Sinne wünsche ich dieser Seite nun spannende Themen.
Eigentlich noch in der Testphase möchte ich doch schon auch erste Inhalte bloggen. Das Thema, über die ich sich zuletzt über yahoo.clever ausgetauscht wurde, siehe http://de.answers.yahoo.com/my/profile;_ylt=Ah4ww0AszEhKXxcGATKCOZgICgx.;_ylv=3?show=0MQyf8egaa betrifft die Situation in Griechenland, bzw. wie sich manch schlichte Gemüter darüber gegenseitig empören. Dazu meine Antwort: Bitte empöre Dich an der richtigen Stelle. Deutschland als Exportweltmeister lebt seit vielen Jahrzehnten davon, dass sich andere Staaten verschulden, um nämlich die deutschen Waren verkaufen zu können. Entsprechend sollten uns längerfristig gesehen auch die Folgen klar sein ! Das eigentliche Problem ist, dass die ganz massiven deutschen Exportüberschüsse zuletzt nicht mehr nur aufgrund der Wirtschaftskraft, sondern immer mehr auch auf Kosten der Beschäftigten (Anstieg von Billiglohn und Leiharbeit) stabil hoch gehalten werden, dass die Wirtschaftskraft also immer mehr durch billigen Lohn erkauft wird - um damit wiederum auch jede EU-Binnen-Konkurrenz z.B. gegenüber Griechenland unmöglich zu machen; denn billiger als Deutschland geht heute innerhalb der EU nicht mehr. Richtig wäre es, diesen riesigen Wirtschaftsvorsprung z.B. gegenüber Griechenland nicht weiter noch ständig zu vergrößern, sondern ein Stück zurück zu nehmen, so dass auch die griechischen, portugisischen, spanischen, italienischen, ... Märkte wieder mitspielen können, innerhalb einer gleichberechtigten EU. Statt dessen aber werden die Kleinen nochmal gegeneinander ausgespielt, etwa der deutsche Billiglohn-Arbeiter gegen die griechischen Kollegen, denen es dann noch einmal dreckiger geht, in dem man sie doppelt und dreifach bestraft, um sie gleich nochmal zur Kasse zu bitten, um Griechenland und eigentlich die ganze EU zu retten - und indem alle zusammen von BILD, Focus & Co nochmal um ein Stück blöder gemacht werden. Nebenbei: Auch in Griechenland stinkt der Fisch vom Kopf her, etwa von den EU-Beamten, und deren korrupten Abhängigkeiten, oder indem diese Untersuchungen zur wirtschaftlichen Lage fälschen lassen, ... Was soll denn ein Boykott gegen Griechenland bewirken, wenn die Deutschen wegen ihrer Niedrig-Lohn-Politik seit Jahren ohnehin immer weniger Geld in Griechenland ausgeben können?
2 Kommentare:
Verehrte Leserschaft,
Zunächst, am Anfang dieses WebLogs ein Stück Erklärung und Geschichte, wie es dazu kam.
Als ich über www.xED.de anno 1999 die erste Web-Plattform über den Lkr. ED startete, hatte sich der Begriff des "bloggens" für diese Art des Meinungsaustausches noch nicht durchgesetzt. Das Bürgernetz Weihenstephan war eben dabei, den westlichen Landkreis-Teil ins Internet zu holen, der östliche Teil des Lkr. ED startete danach vom Bürgernetz Inn-Isen-Vils aus.
Damals hiess das Austausch-Forum für xED "S6-Gästebuch", weil sich der Schwerpunkt bald in Richtung Erdinger Literatentreff und der befreundeten Künstler-Plattform Heimstetten am selben Bahngleis entlang entwickelte.
Inzwischen haben sich aus xED heraus weitere Aktivitäten entwickelt. So war xED die regionale Basis, aus der sich die lokale Pendler-Mitfahrzentrale MiFaZ entwickelt hat, die inzwischen in 565 Städten und Gemeinden eingesetzt wird, u.a. der Landeshauptstadt München. Immerhin wurden aus dem xED-Projekt heraus bereits ca. 1.000 t CO2 eingespart, ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen von immerhin ca. 1,4 Mio €.
Als gesellschaftspoltisch Engagierter möchte ich nun endlich auch die neuen Möglichkeiten eines Weblog nutzen, wo es z.B. darum geht, Motive und Meinungen zu gesellschaftspolitischen Themen darzustellen - um hier auch die Möglichkeit des Austausches anzubieten. In diesem Sinne wünsche ich dieser Seite nun spannende Themen.
Eigentlich noch in der Testphase möchte ich doch schon auch erste Inhalte bloggen.
Das Thema, über die ich sich zuletzt über yahoo.clever ausgetauscht wurde, siehe http://de.answers.yahoo.com/my/profile;_ylt=Ah4ww0AszEhKXxcGATKCOZgICgx.;_ylv=3?show=0MQyf8egaa betrifft die Situation in Griechenland, bzw. wie sich manch schlichte Gemüter darüber gegenseitig empören. Dazu meine Antwort:
Bitte empöre Dich an der richtigen Stelle.
Deutschland als Exportweltmeister lebt seit vielen Jahrzehnten davon, dass sich andere Staaten verschulden, um nämlich die deutschen Waren verkaufen zu können. Entsprechend sollten uns längerfristig gesehen auch die Folgen klar sein !
Das eigentliche Problem ist, dass die ganz massiven deutschen Exportüberschüsse zuletzt nicht mehr nur aufgrund der Wirtschaftskraft, sondern immer mehr auch auf Kosten der Beschäftigten (Anstieg von Billiglohn und Leiharbeit) stabil hoch gehalten werden, dass die Wirtschaftskraft also immer mehr durch billigen Lohn erkauft wird - um damit wiederum auch jede EU-Binnen-Konkurrenz z.B. gegenüber Griechenland unmöglich zu machen; denn billiger als Deutschland geht heute innerhalb der EU nicht mehr.
Richtig wäre es, diesen riesigen Wirtschaftsvorsprung z.B. gegenüber Griechenland nicht weiter noch ständig zu vergrößern, sondern ein Stück zurück zu nehmen, so dass auch die griechischen, portugisischen, spanischen, italienischen, ... Märkte wieder mitspielen können, innerhalb einer gleichberechtigten EU. Statt dessen aber werden die Kleinen nochmal gegeneinander ausgespielt, etwa der deutsche Billiglohn-Arbeiter gegen die griechischen Kollegen, denen es dann noch einmal dreckiger geht, in dem man sie doppelt und dreifach bestraft, um sie gleich nochmal zur Kasse zu bitten, um Griechenland und eigentlich die ganze EU zu retten - und indem alle zusammen von BILD, Focus & Co nochmal um ein Stück blöder gemacht werden.
Nebenbei: Auch in Griechenland stinkt der Fisch vom Kopf her, etwa von den EU-Beamten, und deren korrupten Abhängigkeiten, oder indem diese Untersuchungen zur wirtschaftlichen Lage fälschen lassen, ...
Was soll denn ein Boykott gegen Griechenland bewirken, wenn die Deutschen wegen ihrer Niedrig-Lohn-Politik seit Jahren ohnehin immer weniger Geld in Griechenland ausgeben können?
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